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Kultur im Theater Ulm

Kultur im Theater Ulm

Kultur im Theater Ulm

Ulmer Theatertradition –

Seit vielen hundert Jahren ist die Bühne ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt
Das Theater Ulm – oder wie es bis zum Jahr 2006 hieß: Ulmer Theater – ist nicht nur das älteste
städtische Theater Deutschlands, sondern auch eines der profiliertesten. Als Bertold Brecht in der
Bundesrepublik sonst noch nicht recht gelitten war, wurden seine Stücke hier aufgeführt.

Bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Hannelore Hoger und Judy Winter oder in
jüngster Zeit Toni Prüfer, Gunther Nickels und Jörg-Heinrich Benthien starteten in Ulm ihre
Karrieren, beziehungsweise sind noch immer am Theater Ulm aktiv. Peter Zadek erlebte Anfang
der 1980er Jahre an dieser Bühne seinen Durchbruch als Regisseur. Intendanten wie Kurt Hübner
sorgten immer wieder für herausragende Theater-Ereignisse. Immer konstruktiv kritisch begleitet
von der Südwestpresse (swp).

Doch der Reihe nach: Die Tradition des Theater Ulm gründet auf frühen szenischen Darstellungen,
die bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückzuverfolgen sind. Eine erste Blütezeit erlebte das
Komödienspiel in Ulm zwischen 1550 und 1650. Durch die Jahrhunderte gab es verschiedene
Bauten, in denen das Theater beheimatet war. Oft wurden dabei Neuerungen auf deutschem
Boden, wie zum Beispiel der erste Orchestergraben und drehbare Kulissen, realisiert. Dadurch
zog das Theater in Ulm auch immer wieder internationale Schauspielgruppen an, die gerne in der
weltoffenen und dem Theater zugewandten Stadt gastierten.

Diesen Ruf bewahrte sich das Theater Ulm bis in die heutige Zeit, jetzt unter dem Intendanten
Andreas von Studnitz. Es gibt nicht nur immer wieder angehenden Schauspielern und Sängern
eine Chance, sondern überzeugt auch mit einer stets interessanten Auswahl an Stücken. Das
Philharmonische Orchester der Stadt Ulm gibt neben seinem Engagement am Theater auch
eigene Sinfoniekonzerte.

Modernisiert wird das Theater in den Sommerpausen,
um den Spielbetrieb nicht zu unterbrechen

Von der Ulmer Bevölkerung wird ihr Theater heiß und innig geliebt. Das zeigt sich unter anderem
daran, dass das Haus oft ausverkauft ist. Außerdem unterstützt der Verein Freunde des Ulmer
Theaters seit Oktober 1979 als Bindeglied zwischen dem Theater Ulm und dem Publikum
besondere Produktionen sowie aufwändige Anschaffungen, wie beispielsweise neues Gestühl und
einen neuen Bühnenvorhang. Auch kreative Vorschläge zur weiteren Verbesserung des Theaters
Ulm kommen von den Theaterliebhabern, die auch gleich dabei helfen, sie umzusetzen.
Seit dem Jahr 2008 wird das Theater Ulm über einen Zeitraum von acht Jahren jeweils in der
Sommerpause für einen Betrag von insgesamt 18,3 Millionen Euro modernisiert und technisch auf
den neuesten Stand gebracht. Das Publikum honoriert diese allmähliche Lösung, durch die keine
Spielzeit unterbrochen oder gar ausgelassen werden muss, mit ungebrochener Begeisterung für
ein traditionsreiches und niveauvolles städtisches Theater.

Schauspielerische und musikalische Ereignisse bleiben beim Theater Ulm aber nicht nur auf das
Große Haus, das 815 Zuschauern Platz bietet und jedes Jahr durchschnittlich 250 Aufführungen
und dabei bis zum 15 Premieren erlebt, beschränkt. Selbst die Kantine des Theatergebäudes und
das Foyer werden für Operetten- und Schauspielproduktionen, Lesungen und Events aller Art
genutzt. Zusätzlich verfügt das Theater mit dem Podium über eine Studiobühne. Hier werden
vorwiegend Schauspiel- und kleinere Ballettproduktionen sowie musikalische Revuen aufgeführt.
Der Zuschauerraum bietet bis zu 200 Menschen Platz. Durchschnittlich finden jedes Jahr 190
Aufführungen statt. Dabei stehen sechs bis acht Premieren – dabei gelegentlich Uraufführungen
zeitgenössischer Dramatik – auf dem Spielplan. Darüber hinaus hat sich inzwischen die
Podium.bar als Spielstätte für kleinere Produktionen etabliert. Beim Jungen Forum steht das
Mitmachen und Selbsterleben im Vordergrund – vom Eltern-Kind-Workshop über den Jugendclub
Musiktheater bis zum Flashmob-Straßentheater.

Per Livestream wird Ulmer Theatertradition in alle Welt übertragen

Übrigens: Die Ulmer Theatertradition lässt keine Spielstätte ungenutzt. Dort, wo in den 1950er
Jahren das Theater Ulm sein Domizil hatte, spielt seit 2008 die „Junge Bühne im Alten Theater
Ulm“ mit ihrem abwechslungsreichen Programm im Kindern- und Jugendtheaterbereich. Mehr als
360 Sitzplätze und gut 100 Quadratmeter Bühnenfläche machen das Alte Theater zu einer
perfekten Umgebung für neue und unverbrauchte Theaterideen. Zwar gibt es nicht mehr den alten
Orchestergraben, doch dafür wurde jüngst der Bühnenboden erneuert. So ist das Theatererlebnis
auch bei der Jungen Bühne sowohl für das Publikum als auch für die Schauspieler ungetrübt.
Präsentiert werden die Produktionen des akademietheater ulm, des Theaters an der Donau und
des Kinder- und Jugendzirkus Serrano. Klassisches Sprechtheater steht genauso auf dem
Programm wie Figuren- und Zirkustheater. Ergänzt wird das Repertoire von ausgewählten
Gastspielen.

Doch zurück zum Theater Ulm, das unter der Intendanz von Andreas von Studnitz für sein
auswärtiges Publikum auch im Jahr 2017 ein ganz besonderes Angebot bereithält. Einige
Produktionen aus dem Monatsspielplan werden kostenlos per Livestream in alle Welt übertragen.
Das verschafft dem Theater nicht nur internationale Bekanntheit, sondern ist für
Theaterenthusiasten auch eine gute Möglichkeit, den Kontakt nach Ulm aufzubauen und zu halten
sowie Talente wie Tini Prüfert kennenzulernen. Ist jemand dann erst auf den Geschmack
gekommen, liegt eine Reise nach Ulm nicht mehr allzu fern – natürlich mit einem persönlichen
Besuch im Theater Ulm.

Das Hotel Goldenes Rad ist dem Theater Ulm verbunden

„Unser Hotel verbindet einige besondere Erinnerungen mit dem Theater“, so Karin Krings. „Viele
Gastsänger haben im Laufe der Jahre bei uns gewohnt.“ Die Geschäftsführerin des City Partner
Hotel Goldenes Rad denkt auch gerne an die Zeit zurück, als sie die ersten Open Air
Aufführungen der Bühne in der großen Bundesfestung Wilhelmsburg gecatert hat. Der Verein
Freunde des Ulmer Theaters habe gerne und oft im Goldenen Rad getagt. „Nun gibt es eine neue
Aktion des Theaters“, erklärt Karin Krings. „Jeder kann die Patenschaft für einen Theatersessel
übernehmen. So wird die komplette Bestuhlung saniert.“ Das Hotel in Ulm bleibe dem Haus
natürlich weiterhin gerne verbunden.

Weiterführende Informationen zu Kultur im Theater Ulm

Foto von Martin Kaufhold, http://martinkaufhold.de/



Den Monatsspielplan des Theaters Ulm für die Saison 2017 und 2018 gibt es im Internet:
https://theater-ulm.de/spielplan



Kartenverkauf und Vorbestellungen an der Theaterkasse, Herbert-von-Karajan-Platz 1, 89073 Ulm
Telefon: 0731/161-4444


Regelmäßige Berichte und Kritiken über das Theater Ulm erscheinen in der Südwest Presse (swp).

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